Tischtennisfans dürfen sich auf drei Neuzugänge beim TTC Sachsenring freuen
Drei neue Gesichter werden die „Tischtennisverrückten“ Fans und Zuschauer in der kommenden Saison im Dress des TTC Sachsenring erleben dürfen. Zum Ende der Wechselperiode Ende Mai verstärken sich die Karl-May-Städter mit Dragos Bujor (Rumänien) als Stammspieler sowie den beiden Jokern Emanuel Otalvaro Garcia (Kolumbien) und dem langjährigen deutschen Nationalspieler Patrick „Patti“ Baum.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, zumindest unser Zweitligateam bräuchte doch kaum externe Verstärkungen, ist man doch am Ende der verrückten letzten Saison sensationell noch Vizemeister geworden. Doch beim näheren Betrachten war man auch dem neunten Rang bis kurz vor Saisonende bedrohlich nahe.
In dieser Kenntnis, dem Wissen um die wohl nochmals stärker werdende Konkurrenz und manchen personellen Fragezeichen für die neue Spielzeit hat sich der TTC-Vorstand im Vorfeld Gedanken machen müssen, ob die Personaldecke für die 2. Bundesliga und 3. Bundesliga Süd ausreicht. Erschwerend hinzu kommt, dass ab der Saison 2026/27 nur eine Endplatzierung bis Platz sieben zum direkten Klassenverbleib in der 2. bzw. den 3. Bundesligen berechtigen. Der in der Endabrechnung Achtplatzierte wird im Anschluss der Saison noch ein Relegationsmatch zu bestreiten haben. Diese fragwürdige Regelung, die für viele Teams deutlich weniger Planungssicherheit mit sich bringt, wurde auf dem Deutschen Tischtennis-Bundestag beschlossen. „Das wäre im Verhältnis etwa so, als müssten in der Fußball-Bundesliga nach Saisonende fünf oder sechs Teams absteigen oder um die Ligazugehörigkeit zittern“, stellt Sachsenring-Vereinspräsident Matthias Günther fest.
Aber zurück zur TTC-Personalplanung der neuen Saison: Dadurch, dass z.B. mit Alan Kurmangaliyev und Nicholas Lum in den letzten beiden Jahren zwei junge Spieler der erweiterten Weltklasse nur auf der Karl-May-Städter Meldekarte standen, wegen der zahlreichen internationalen Einzelturniere aber kaum zur Verfügung standen, war es nicht immer leicht, in jedem Ligaspiel für die Nicht-EU-Position einen asiatischen Spieler „ranzubekommen“. Bekannt war auch, dass unser sympathischer Andrey „the brain“ Milovanov, der für die Spitzenteams des TTC in den vergangenen Jahren unverzichtbar gewesen ist, aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen noch weniger zur Verfügung stehen wird. Nazarii Solodkyi aus dem Kader der 2. Mannschaft möchte den nächsten sportlichen Schritt in Frankreich machen und steht dem Drittligateam nicht mehr zur Verfügung.
Mit den „drei neuen Puzzleteilchen“ Dragos, Emanuel und Patrick sollen die vakanten Positionen adäquat ersetzt werden.
Dabei kommt mit dem Kolumbianer Emanuel Otalvaro Garcia ein 15-jähriges Ausnahmetalent auf den Pfaffenberg, der noch öfter als bisher in Deutschland trainieren wird. „Der Kontakt kam über seinen Trainer Camilo zustande, den wir aus gemeinsamen Trainingszeiten in Eilenburg kennen. Emanuel ist eines der weltweit größten Talente seines Jahrgangs. Auch wenn er nicht oft greifbar sein wird, so erhoffen wir uns von ihm doch zumindest ein paar Einsätze. „Für ihn werden die Gegner in der 2. Bundesliga sicher noch ein dickes Brett sein, das es zu bohren gilt“, schätzt TTC-Teamchef Christian Hornbogen den Neuzugang ein.
Ebenfalls neu im Trikot der Sachsenring-Spitzenteams wird der 19-jährige Dragos Bujor aus Rumänien aufschlagen, der ab diesem Sommer fest im Bremer Tischtenniszentrum trainiert und in Hohenstein-Ernstthal spielerisch weiter reifen möchte. „Wir haben ihn schon länger im Blick. Ähnlich wie Emanuel hat er aus unserer Sicht noch großes Entwicklungspotential. Dragos soll möglichst viele Einsatzzeiten bekommen und sowohl im Zweit- als auch Drittligateam maximale Erfahrung sammeln. Wir sind sehr froh, ihn bei uns zu haben.“, freut sich auch Nick Neumann-Manz, Spielertrainer beim TTC-Sachsenring.
Die wohl bekannteste Personalie unserer Neuzugänge ist zweifelsfrei der ehemalige Deutsche Herren-Einzelmeister von 2016, Junioren-Weltmeister sowie mehrfache Mannschaftseuropameister (um nur einige Erfolge zu nennen) Patrick „Patti“ Baum. Der gute Kontakt zu seinem Bruder, der selbst viele Jahre auf hohem Niveau in den Tischtennis-Bundesligen unterwegs war, machte den Transfer möglich. Der fast 39-Jährige, langjährige Nationalspieler kommt aus der TTBL vom TTC Zugbrücke Grenzau nach Sachsen und soll uns punktuell verstärken, wenn es sowohl sein als auch der TTC-Punktspielkalender ermöglicht.
Wir freuen uns auf Emanuel, Dragos und Patrick – herzlich Willkommen unseren drei Neuzugängen und bereits heute „Gut Schlag“ für die Saison 2026/27 !
